14. September 2015

SiSpin-Treffen am IST Austria

IST Austria ist Gastgeber für das Jahrestreffen des EU FET-OPEN Projekts • Sechs Forschungsgruppen diskutieren Fortschritte in der Quanten-Spintronik

Das Jahrestreffen des EU FET-OPEN Projekts „Silicon platform for quantum Spintronics” (SiSpin) fand am 10. und 11. September am IST Austria statt. Ein Konsortium der führenden europäischen ExpertenInnen aus CEA Grenoble, TU Delft, IBM Zürich, Uni Kopenhagen, Uni Basel und JKU Linz vereinte die multidisziplinär agierenden Teams aus den Bereichen Wachstum, Nanofabrikation, Transport und Manipulation von Spins in Silizium-basierten Materialien. Während des zweitägigen Treffens diskutierten die Teams über die im Vorjahr erzielten Fortschritte der Quanten-Spintronik sowie über die aktuellsten experimentellen, theoretischen und technischen Entwicklungen.

Projektkoordinator Marc Sanquer, Forschungsleiter der Kommission für alternative Energien und Atomenergie (CEA) in Grenoble, erklärte: „Die technischen Auswirkungen von SiSpin reichen von der verbesserten Schaltleistung klassischer Logik-Gates bis zum Einsatz von Spin-Qubits-basierten Quantenrechnern. Wir sind sehr optimistisch, was die Rolle von Silizium-Germanium-Nanogeräten in der Zukunft betrifft“.

Gemeinhin wird angenommen, dass die nächste Generation elektronischer Geräte - im Gegensatz zu den klassischen Prinzipien der heutigen Elektronik - die quantenmechanische Eigenschaften von Elektronen verwenden wird. Darin besteht eines der zentralen Paradigmen als Ausgangspunkt der Quanten-Spintronik, ein neues Forschungsfeld, das die Entwicklung nützlicher Gerätefunktionen auf Grund der Spin-bedingten Freiheit der Elektronen verfolgt. Bisher war die Quanten-Spintronik ein Thema der Grundlagenforschung. Trotz enormer Fortschritte geht die Suche nach erfolgreichen Lösungen und neuen viel versprechenden Methoden weiter.

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