21. August 2018

Neuer Mathematikprofessor am IST Austria

Tim Browning als neuester Professor für Mathematik an Institut. Damit erhöht sich die Zahl der Mathematikprofessoren auf 9, und die Gesamtanzahl der Professorinnen und Professoren auf 49

Bildnachweis:  Adelina Mânzățeanu

Mit August 2018 kam Tim Browning als neuester Professor für Mathematik an das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria). Seine Berufung erhöht die Zahl der Mathematikprofessoren am Campus auf 9, und die Gesamtanzahl der Professorinnen und Professoren auf 49. Browning, der zuvor eine Professur an der Universität Bristol (UK) innehatte, forscht auf dem Gebiet der analytischen Zahlentheorie und daran, wie dieses Feld auch auf Probleme in anderen Bereichen der Mathematik, insbesondere in der algebraischen Geometrie, angewandt werden kann. Für seine Arbeit erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Whitehead Prize und den Philip Leverhulme Prize.

Browning promovierte 2002 an der University of Oxford in Mathematik und arbeitete anschließend als Postdoc in Paris und später in Oxford. Im Jahr 2005 ging er als Lektor an die Universität Bristol und wurde dort zum Dozenten befördert, bevor er 2012 zum Professor ernannt wurde. Mehrere Motive führten ihn diesen Sommer schließlich an das IST Austria. Neben den Möglichkeiten der Zusammenarbeit, sowohl mit Mathematikern wie Tamas Hausel und Uli Wagner als auch interdisziplinär, waren die Gründungsprinzipien des Instituts ein starker Anziehungspunkt. "Die von Neugier getriebene Forschung ist im Mittelpunkt des Ethos des IST Austria verankert - das macht es so spannend, sich diesem Projekt anzuschließen", sagt Browning. Zu den Forschungsmöglichkeiten und der Ausstattung gesellt sich für Browning auch der Standort: "Die Lage ist ausgezeichnet. Mathematik beschreibt Muster in der Natur, und der Wald rund um das Institut ist schön und inspirierend. Dennoch ist das Institut gut angebunden, die Weltstadt Wien ist leicht mit dem Bus erreichbar."

Browning forscht in der analytischen Zahlentheorie, einem Gebiet, das heuer bereits durch einen der Gewinner der Fields-Medaillen Aufmerksamkeit erhielt. Einen Schwerpunkt legt Browning dabei auf die diophantischen Gleichungen. "Viele dieser Probleme sind sehr einfach zu erklären, und doch konnten wir sie seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden nicht lösen. Das fasziniert mich an diesem Gebiet", erklärt Browning. Er arbeitet daran, die möglichen Lösungen für bestimmte Gleichungen zu verstehen und Strukturen unter ihnen aufzudecken. Diese Forschung hat tiefgreifende Verbindungen zu anderen Gebieten, von der Geometrie bis zur komplexen Analysis. Werkzeuge und Ideen aus anderen Bereichen, wie der algebraischen Geometrie und der additiven Kombinatorik, haben zu Fortschritten und neuen Fragen in der Zahlentheorie geführt und umgekehrt.

Tom Henzinger, Präsident des IST Austria, ist von der neuen Berufung des Instituts begeistert: "Tim Browning ergänzt die Forschungsinteressen unserer derzeitigen Professorenschaft und erweitert das Spektrum der bereits starken Mathematikgruppen am IST Austria. Es ist mir eine Freude, ihn im Institut begrüßen zu dürfen und ich bin gespannt auf seine zukünftigen Erfolge. "