22. Mai 2017

Allianz der österreichischen Wissenschaftsorganisationen gratuliert Harald Mahrer zur Ernennung zum Wissenschaftsminister

Umsetzung der Forschungsmilliarde und der Studienplatzfinanzierung dürfen als zentrale Vorhaben für Wissenschaft und Universitäten nicht aufgeschoben werden.

Nach der Angelobung von Harald Mahrer zum neuen Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft blickt die Allianz der österreichischen Wissenschaftsorganisationen erwartungsvoll in die Zukunft. Die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit wird mit dem bisherigen Staatssekretär auch in seiner neuen Funktion ungehindert fortgeführt werden.

„Mit Harald Mahrer übernimmt im Wissenschaftsbereich ein Mann das Ruder, der bestens vorbereitet ist und daher keine Übergangszeit benötigt“, freut sich FWF-Präsident Klement Tockner als Sprecher der Allianz, und weiter: „Wichtige Entscheidungen können somit rasch getroffen und laufende Projekte zügig umgesetzt werden“.

Insbesondere die von der gesamten Bundesregierung zugesagte Forschungsmilliarde ist der Allianz ein zentrales Anliegen. Sie wird Wissenschaft und Forschung in Österreich nachhaltig stärken. „Für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich wäre es fatal, die seitens der Regierung bereits zugesagten und national wie international immens positiv aufgenommenen Maßnahmen wieder zurückzunehmen“, so die Allianzmitglieder unisono. Nach dem bereits angekündigten Vorhaben, die Forschungsprämie noch vor der Neuwahl im Herbst anzuheben, muss eine weitere Schieflage in der Forschungsförderung unbedingt vermieden werden. Die Grundlagenforschung muss massiv gestärkt werden.

„Die Allianz möchte daher mit Nachdruck an Wissenschaftsminister Mahrer appellieren, die Zusagen aus der Forschungsmilliarde prioritär und noch vor der Neuwahl umzusetzen“ so FWF-Präsident Klement Tockner im Namen der Allianz. „Dieser Appell richtet sich ebenso an Bundeskanzler Kern und Finanzminister Schelling, die den Beschluss zur Forschungsmilliarde vollinhaltlich mitgetragen und unterstützt haben“, so Tockner abschließend.

Als ebenso zentrales Anliegen formuliert die Allianz die Umsetzung der Studienplatzfinanzierung. „Die neue Universitätsfinanzierung ist eines der wichtigsten hochschulpolitischen Projekte der letzten Jahre. Wir stehen unmittelbar vor dem positiven Abschluss“, so uniko-Präsident Oliver Vitouch, und weiter: „Im Sinne der Finanzierungssicherheit, der Studienqualität und der Zukunftsfähigkeit braucht es einen Beschluss noch vor der Wahl im Herbst, sonst ist der Sack zu bis 2022.“

Die Allianz österreichischer Wissenschaftsorganisationen ist eine Plattform für den regelmäßigen Dialog zu Fragen der Wissenschaftspolitik. Mitglieder der Allianz sind Thomas Henzinger (Institute of Science and Technology Austria), Helga Nowotny (ad personam), Klement Tockner (FWF Der Wissenschaftsfonds), Oliver Vitouch (Österreichische Universitätenkonferenz) sowie Anton Zeilinger (Österreichische Akademie der Wissenschaften). Der Sprecher der Allianz wechselt jährlich, 2017 obliegt diese Funktion Klement Tockner vom FWF.