BIOWISSENSCHAFTEN

Jösch Group

Neuroethologie

Maximilian Jösch und sein Team untersuchen die neuronale Grundlage von angeborenem Verhalten, also Prozesse, die von neuronalen Schaltkreisen implementiert werden, um sensorische Information in motorische Kommandos umzuwandeln. Sie verwenden eine Kombination von molekularen und physiologischen Zugängen und überwachen so die Gehirnaktivität während des Verhaltens des Tieres, um die Prinzipien und Motive der neuronalen Berechnung zu enthüllen.

Zwei verschiedene Modellorganismen, die Maus und die Fruchtfliege (Drosophila melanogaster), werden parallel verwendet, um ihre einzigarten Stärken zu nutzen und ein allgemeines, über Stämme hinausgehendes Verständnis der Berechnungsprinzipien zu erhalten. Experimente im Mausmodell ermöglichen es der Gruppe, die Mechanismen zu untersuchen, mit denen das Nervensystem verhaltensrelevante Informationen vom Auge an das Gehirn sendet, z.B. um einen roten Apfel leicht im grünen Laub zu entdecken. Mit Experimenten im Modellorganismus Fruchtfliege möchte die Gruppe ein umfassendes Verständnis der molekularen, anatomischen und physiologischen Anweisungen erhalten, die ein präzise definierter, an der Kurskontrolle beteiligter Schaltkreis sendet. Das ist deshalb möglich, weil die neuronalen Schaltkreise im Gehirn der Fruchtfliege stark stereotypisiert sind. Das ermöglicht ein Hochdurchsatz-Screening der verhaltensrelevanten Rollen identifizierter Zellen.


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Laufende Projekte

Umfassende Abbildung des Verhaltensrepertoires, das von definierten neuronalen Schaltkreisen angeleitet wird | Rolle von elektrischen Synapsen bei der sensorischen Transformation | Mechanismen der visuellen Auffälligkeit und Aufmerksamkeit – Zustandsabhängige Modulation von sensorischer Information | Sensomotorische Transformation in den Colliculi superiores


Publikationen

Shahbazi A, Kinnison J, Vescovi R, Du M, Hill R, Jösch MA, Takeno M, Zeng H, Da Costa NM, Grutzendler J, Kasthuri N, Scheirer WJ. 2018. Erratum to: Flexible Learning-Free Segmentation and Reconstruction of Neural Volumes. Scientific Reports. 8(1), 17585. View

Masís J, Mankus D, Wolff S, Guitchounts G, Jösch MA, Cox D. 2018. A micro-CT-based method for characterising lesions and locating electrodes in small animal brains. Journal of visualized experiments (JoVE). 141. View

Shabazi A, Kinnison J, Vescovi R, Du M, Hill R, Jösch MA, Takeno M, Zeng H, Da Costa N, Grutzendler J, Kasthuri N, Scheirer W. 2018. Flexible learning-free segmentation and reconstruction of neural volumes. Scientific Reports. 8(1), 14247. View

Garrido-Charad F, Vega Zuniga TA, Gutiérrez-Ibáñez C, Fernandez P, López-Jury L, González-Cabrera C, Karten HJ, Luksch H, Marín GJ. 2018. “Shepherd’s crook” neurons drive and synchronize the enhancing and suppressive mechanisms of the midbrain stimulus selection network. Proceedings of the National Academy of Sciences. 115(32), E7615–E7623. View

Masís J, Mankus D, Wolff S, Guitchounts G, Jösch MA, Cox D. 2018. A micro-CT-based method for quantitative brain lesion characterization and electrode localization. Scientific Reports. 8(1). View

Zu Allen Publikationen

Karriere

seit 2017 Assistant Professor, IST Austria
2010 – 2016 Postdoc and Research Associate, Harvard University, Cambridge, USA
2009 Postdoc, Max Planck Institute of Neurobiology, Martinsried, Germany
2009 PhD, Max Planck Institute of Neurobiology, Martinsried, Germany and Ludwig Maximilian University, Munich, Germany


Ausgewählte Auszeichnungen

2017 ERC Starting Grant
2016 Article Recommendation by F1000
2014 Best Poster Award, Retina FASEB Meeting
2011 Otto Hahn Medal, Max Planck Society
2011 Best Neuroscience Article, Neuroforum
2010 HFSP Long-term Fellowship
2009 Summa Cum Laude, PhD thesis


Zusätzliche Informationen

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