Martin Hetzer wird seine Rolle als Präsident des ISTA sowie seine Forschungsaufgaben am Institut ab Jänner 2023 antreten.

Hetzer Group

Proteinhomöostase und Alterung

Das Alter ist der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung neurodegenerativer Krankheiten wie der Alzheimer-Krankheit und einer Reihe anderer Leiden. Das Hetzer-Labor untersucht die Auswirkungen der kumulativen Veränderungen im Erwachsenenalter auf die Gesundheit und die Entwicklung von Krankheiten, wobei der Schwerpunkt auf den Mechanismen der Zellerhaltung und -reparatur liegt. Martin Hetzer und sein Team sind besonders daran interessiert zu verstehen, wie nicht-teilende Zellen wie Neuronen im Laufe des Lebens funktionieren und wie Zellen während des Alterns die Kontrolle über die Qualität und Integrität von Proteinen und wichtigen Zellstrukturen verlieren. Ziel ist es, diese Mechanismen zu nutzen, um den altersbedingten Verfall von Organen mit begrenzter Zellerneuerung wie Gehirn, Bauchspeicheldrüse und Herz zu verzögern.

Die Gruppe wendet Genomik, Proteomik und fortgeschrittene bildgebende Verfahren an, um die Frage zu beantworten, wie erwachsene Gewebe erhalten und repariert werden und warum langlebige Zellen im Alter nicht mehr richtig funktionieren. Jüngste Studien haben gezeigt, dass das Gewebe von Säugetieren ein Mosaik aus Zellpopulationen mit sehr unterschiedlichen Lebensspannen ist, die von Tagen bis zu Jahren reichen. Die Forschungsgruppe von Hetzer entdeckte langlebige Proteine (LLPs) im Zellkern, die im erwachsenen Gehirn keinen oder nur einen sehr geringen Proteinumsatz aufweisen. Der Funktionsverlust der LLPs könnte ein Hauptgrund für altersbedingte Veränderungen im Überleben der Nervenzellen sein. Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist es, zu verstehen, was es den LLPs ermöglicht, während der gesamten Lebensspanne eines Organismus intakt zu bleiben. Bei Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen scheinen LLPs in älteren Zellen zum Verfall des Zellkerns zu führen. Zu verstehen, warum dies geschieht, ist der erste Schritt zur möglichen Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten wie der Alzheimer-Krankheit.



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Karriere

Martin Hetzer promovierte in Biochemie und Genetik an der Universität Wien (Österreich) und arbeitete als Postdoktorand am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL; Heidelberg, Deutschland). Seit 2004 ist er Mitglied der Fakultät des Salk Institute und wurde 2011 zum ordentlichen Professor ernannt. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter einen Pew Scholar Award, einen Early Life Scientist Award der American Society of Cell Biology, einen Senior Scholar Award for Aging der Ellison Medical Foundation, einen Senior Scholar Award der American Cancer Society, einen Royal Society Research Merit Award und den Glenn Award for Research in Biological Mechanisms of Aging.


Ausgewählte Auszeichnungen

2015 Keck Foundation Research Award
2015 National Institutes of Health (NIH) Transformative Research Award
2013 Glenn Award for Research in Biological Mechanisms of Aging
2009-2013 American Cancer Society Research Scholar
2009 Ellison Medical Foundation Senior Scholar in Aging
2009 Early Career Life Scientist Award, American Society of Cell Biology
2009 ASCINA Award (Austrian Scientists and Scholars in North America)


Zusätzliche Informationen

Download CV (demnächst verfügbar)



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