19. Juni 2019

IST Austria auf Platz 3 des weltweiten Forschungsrankings Nature Index

Nature Index reiht IST Austria in Klosterneuburg erneut an die Weltspitze der Forschungsinstitute

Nature Index, selbst Teil einer der beiden renommiertesten Fachzeitschriften in der Wissenschaftswelt, veröffentlichte gestern die Ergebnisse der jährlichen Auswertung der Publikationsdaten von 82 weltweit etablierten Fachjournalen. Erstmals wurde dabei auch die Größe der Institutionen berücksichtigt, an denen die publizierenden Forscherinnen und Forscher arbeiten. Die bereinigte Statistik zeigt ein für Österreich erfreuliches Bild: das Institute of Science and Technology (IST Austria) in Klosterneuburg findet sich weltweit auf Platz 3 des Rankings. Platz 1 geht an das Cold Spring Harbor Laboratory in New York, USA. Platz 2 belegt das Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel. Das normalisierte Ranking erlaubt den Vergleich von Institutionen verschiedener Größe auf derselben Basis, wodurch auch kleinere Institutionen gemäß ihres Publikationsoutputs im Ranking sichtbar werden.

David Swinbanks, Grüner von Nature Index: „Die Inkludierung  eines normalisiertes Rankings zusätzlich zu den standardisierten Tabellen ist besonders interessant, da es auch Licht auf kleinere Institutionen wirft, die proportional gesehen einen richtigen Kraftakt auf der Überholspur hinlegen und sonst viel weiter unten im Standardranking begraben wären. Die kleinsten Institutionen in den Top 10 haben eines gemeinsam: den Ehrgeiz zu den besten der Welt zu gehören, wie es den Mission Statements zu lesen ist, Interdisziplinarität mit einem starken Wunsch zur Kooperation über Fächergrenzen hinweg und in einigen Fällen auch den Rückhalt von Nobelpreisträgern.“  

IST Austria und BRIDGE Netzwerkpartner Weltspitze

 „Wir freuen uns besonders, dass die Leistungen unserer ForscherInnen am IST Austria auch dieses Jahr mit Platz 3 im Nature Index Ranking sichtbar werden. Dies ist eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg, eine österreichische Erfolgsgeschichte zu schreiben.“, so Tom Henzinger, Präsident des IST Austria. Bereits im letzten Jahr fand sich das Institut in Klosterneuburg unter den Top 10 im „Nature Index Rising Stars“ Ranking – und dies als einzige nicht-asiatische Institution. Darüber hinaus platzierten sich auch die Partner-Institutionen des erst kürzlich gegründeten BRIDGE Netzwerkes im Spitzenfeld. Das Weizmann Institut in Israel (Platz 2), das u.a. auch als Vorbild für den Aufbau des IST Austria diente, sowie die Rockefeller Universität, USA (Platz 6) und das Okinawa Institute of Science, Japan (Platz 9) bilden ein Netzwerk von Einrichtungen mit besonderem Fokus auf Grundlagenforschung und Graduiertenausbildung. Die fünfte Partner-Institution ist das Crick Institute in Großbritannien, das allerdings aufgrund seiner Eigentümerstruktur nicht im Ranking erscheint. Tom Henzinger: „Dass sich alle BRIDGE Partner unter den Top 10 befinden, zeigt, dass diese Art der Forschungsinstitutionen eine sinnvolle Möglichkeit ist, in Grundlagenforschung auf Weltklasse-Niveau und in die Ausbildung der nächsten Generation an ForscherInnen zum Wohle unserer Gesellschaft zu investieren.“

Der Nature Index ist ein mögliches Messinstrument für den Erfolg wissenschaftlicher Einrichtungen. Publikationen, in denen ForscherInnen ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in den angesehensten und bekanntesten Fachjournalen präsentieren, zählen dabei als Währung des Erfolges. Der Nature Index basiert auf einer Liste von 82 Qualitätsjournalen unterschiedlicher Fachgebiete aus den Naturwissenschaften. Er summiert die Beiträge von AutorInnen zu Artikeln in diesen Journalen und analysiert deren Institutszugehörigkeit. So sollen diejenigen Institute und Universitäten identifiziert werden, die den größten Impact auf die weltweite Forschungslandschaft haben.  Das normalisierte Ranking relativiert erstmals auch wissenschaftlichen Output im Vergleich zur Größe der Institutionen.



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