9. April 2015

IST Austria erhält bislang höchste EU Förderung

€ 4,4 Mio. von EU für DissertantInnen • IST Austria erzielt damit € 50 Mio. aus Drittmitteln seit 2009 • Weiterer Meilenstein mit 500 Angestellten demnächst erreicht

Photo of PhD students at IST Austria
Photo of PhD students at IST Austria

Das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) wurde mit einem Marie Skłodowska-Curie Grant in der Höhe von € 4,4 Mio. für DissertantInnen am Doktoratskolleg des Institutes ausgezeichnet. Das Programm beginnt im Herbst 2016 und läuft bis 2021. Mit der Förderung werden rund 50 Prozent der Gehälter und andere Kosten für einen Großteil der PhD-Studierenden in den ersten beiden Jahren ihres Studiums am IST Austria finanziert. Während dieser beiden Jahre belegen die Studierenden Vorlesungen, machen sogenannte Rotationsprojekte in Labors mehrerer ProfessorInnen, treten zu ihrer Eingangsprüfung an und beginnen mit der Forschung für ihre Dissertation.

Die Förderung wird von der Europäischen Kommission an Einrichtungen mit Doktoratsstudien vergeben, um die Mobilität von jungen ForscherInnen nach Europa und innerhalb des Kontinents zu erhöhen. Mit der Förderung werden ForscherInnen unterstützt, die nicht mehr als zwölf Monate in den vergangenen drei Jahren in ihrem derzeitigen Aufenthaltsland verbracht haben. Die Einreichung von IST Austria wurde unter allen 49 Anträgen europäischer Universitäten und Forschungseinrichtungen auf den ersten Platz gereiht. Es handelt sich um den ersten sogenannten COFUND Grant, der an ein Doktoratsprogramm in Österreich und Deutschland vergeben wurde.

Thomas Henzinger, Präsident von IST Austria: “Die Bedeutung dieser Auszeichnung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es handelt sich nicht nur um die höchste wissenschaftliche Finanzierungsförderung, die bislang an IST Austria vergeben wurde, sondern auch um eine Anerkennung der internationalen Exzellenz, die unser Doktoratskolleg binnen kürzester Zeit erzielen konnte. Das Doktoratsprogramm mit seinen derzeit rund 100 Studierenden ist das Kernstück des Instituts, weil es Teil jener positiven Dynamik darstellt, durch die exzellente Studierende exzellente Professoren anziehen und vice versa. Unser Doktoratsprogramm entspricht perfekt den ‘Triple-I’-Prinzipien des Marie Skłodowska-Curie Programms: Internationalität, Interdisziplinarität und intersektorale Mobilität.”

Mit dem Marie Skłodowska-Curie Grant erreicht IST Austria die Schwelle von € 50 Mio. aus Drittmitteln seit 2009. Rund 75 Prozent dieser Mittel wurden von der Europäischen Kommission eingeworben, der Großteil (€ 24 Mio., also knapp die Hälfte der Gesamtsumme) vom European Research Council (ERC), der 16 ProfessorInnen am IST Austria finanziert. Damit trägt IST Austria wesentlich zum Status von Österreich als Nettoempfänger europäischer Forschungsförderungsmittel bei. Der Wissenschaftsfonds FWF ist mit € 8,5 Mio. die zweitgrößte Quelle von Drittmitteln. IST Austria ist gesetzlich dazu verpflichtet einen maßgeblichen Anteil seines Budgets durch Drittmittel und Spenden einzuwerben.

Die aktuelle Förderung ist Teil der sogenannten Marie Skłodowska-Curie Maßnahmen (MSC). Benannt nach der polnisch-französischen Wissenschaftlerin, die durch ihre Arbeiten zur Radioaktivität berühmt und zweimal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, dienen die MSC dazu ForscherInnen auf allen Karrierestufen unabhängig von ihrer Nationalität zu fördern. Details finden sich unter http://ec.europa.eu/research/mariecurieactions/index_de.htm

Dieser finanzielle Meilenstein wird durch die Erzielung einer weiteren Kennzahl ergänzt: Demnächst werden rund 500 MitarbeiterInnen aus mehr als 50 Ländern am Institut tätig sein. Zum Vergleich: Im September 2009 waren es 20 MitarbeiterInnen.



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