16. Juni 2020

IST Austria Evaluierung: “Guter Weg“

Dritte institutsweite Evaluierung würdigt bisher Erreichtes und empfiehlt Langzeitverpflichtungen

Campus IST Austria © Reiner Riedler/IST Austria

In dem heute veröffentlichten Bericht zur gesetzlich vorgeschriebenen, im Vier-Jahre-Rhythmus vorzunehmenden Institutsevaluierung des IST Austria lobt die Kommission das Institut: „Das IST Austria befindet sich eindeutig auf gutem Weg, seine von der österreichischen Regierung und dem Bundesland Niederösterreich gesetzten Ziele zu erreichen.“ Gleichzeitig empfiehlt sie auch Langzeitverpflichtungen der Regierung und des Bundeslandes Niederösterreich einzuhalten.

Ein hochkarätig zusammengesetztes, sechsköpfiges Evaluierungskomitee unter der Leitung von Professor Serge Haroche, 2012 Nobelpreisträger für Physik, kam nach einer gemäß internationaler Standards durchgeführten, umfassenden Evaluierung der Aufbauarbeit und Forschungsleistung des Instituts zum Schluss, dass sich die Gesamtentwicklung des IST Austria im Zeitraum 2016-2019 sehr positiv darstellt. Gleichzeitig ließ das internationale Panel, unter anderem bestehend aus zwei Nobelpreisträgern und einem Turing-Preisträger, keinen Zweifel daran, dass die kommenden Herausforderungen zur Erreichung des ambitionierten, langfristigen Ziels zur Riege der weltweit führenden Grundlagenforschungsinstitute zu zählen, nur durch eine langfristige Unterstützung durch die Regierung möglich sein wird.

„Für mich ist die Kernbotschaft“, so IST Austria Präsident Tom Henzinger in einer ersten Stellungnahme, „überaus ermutigend: Die Richtung und das Tempo stimmt, und in den vergangenen zehn Jahren haben wir nicht nur erste Weltklasseleistungen erbracht, sondern eine solide Basis für ein Weltklasseinstitut aufgebaut. Ich bin dem Haroche-Komitee für seine umfassende, objektive und kritische Sicht auf das IST Austria sehr dankbar. Sie ist anerkennend und motivierend, den erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.“

Professor Thomas Henzinger, IST Austria. © Johannes Zinner  IST Austria.
Professor Thomas Henzinger, IST Austria. © Johannes Zinner/IST Austria.

Die nun vorliegende, dritte Evaluierung des Instituts, die den Zeitraum 2016 bis 2019 umfasste, zielte auf die wissenschaftlichen Leistungen sowie die allgemeine Entwicklung und Berufungsstrategie des Instituts ab, nebst dem Forschungsportfolio, dem Doktoratsprogramm, den vorhandenen wissenschaftlichen und administrativen Services und Strukturen, den Aktivitäten im Technologietransfer und in der Wissenschaftsvermittlung, sowie der internen Organisation und den Plänen für die Zukunft. Nachdem das IST Austria im Jahr 2019 sein zehnjähriges Jubiläum feierte, wurde diese Evaluierung zu einem besonderen Zeitpunkt durchgeführt: Das Institut blickt nicht nur auf ein erstes Jahrzehnt rasanten Aufbaus und bemerkenswerter Errungenschaften zurück, sondern plant auch ein zukünftiges Wachstum über das 2026 zu erreichende Zwischenziel von 90 Forschungsgruppen hinaus bis zu einer Größe von 150 Forschungsgruppen im Steady State, die für anhaltenden Erfolg und Sichtbarkeit in allen wesentlichen Disziplinen der Naturwissenschaften an der Spitze der internationalen Forschungslandschaft nötig sein wird. Eine weitere wesentliche Empfehlung der Evaluierung betrifft die Einrichtung kombinierter Master-PhD Programme, die es besonders talentierten Studierenden ermöglichen, direkt nach erfolgreicher Bachelorausbildung in eine Forscherkarriere am IST Austria einzusteigen.

Das Evaluierungskomitee im Jahr 2019 setzte sich aus sieben international äußerst renommierten WissenschaftlerInnen zusammen, die auch erhebliche Erfahrung im Wissenschaftsmanagement haben. So sind im Komitee zwei NobelpreisträgerInnen, ein Turing-Award-Gewinner (der Nobelpreis der Informatik), sowie ehemalige und aktuelle Präsidenten und Direktoren von anerkannten Forschungseinrichtungen und -organisationen aus aller Welt. Die wissenschaftliche Expertise der GutachterInnen umfasst alle Forschungsfelder, die am IST Austria vertreten sind. Neben dem Studium umfangreicher Unterlagen war die Kommission im Zuge der Evaluierung im Dezember 2019 für zwei Tage vor Ort in Klosterneuburg. Den rechtlichen Bestimmungen gemäß wird der Report in einem nächsten Schritt dem österreichischen Nationalrat zugeleitet.



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