19. Oktober 2012

Koenderink Preis für Vladimir Kolmogorov

IST Austria Professor für Publikation mit Langzeitwirkung über grundsätzliche Beiträge zum maschinellem Sehen ausgezeichnet

Vladimir Kolmogorov, Professor am Institute of Science and Technology (IST) Austria, erhielt den Koenderink Preis bei der diesjährigen European Conference on Computer Vision (ECCV) in Florenz (7.-13. Oktober) für seine fundamentalen Beiträge zum Forschungsfeld des maschinellen Sehens. Der Preis wird jährlich bei ECCV, einer der prestigeträchtigsten Konferenzen im Feld des maschinellen Sehens, für Publikationen verliehen, die zehn Jahre zuvor bei ECCV publiziert wurden und den Test der Zeit bestanden haben.

Vladimir Kolmogorov erhielt den Koenderink Preis für seine Publikation “What Energy Functions can be Minimized via Graph Cuts?”, die er 2002 während seines Doktoratsstudiums bei Ramin Zabih an der Cornell University verfasste. Graph Cuts ist eine Optimierungstechnik, die im letzten Jahrzehnt eine wichtige Rolle beim maschinellen Sehen spielte. Die Arbeit von Kolmogorov über Graph Cuts ist in der Forschergemeinde, die sich mit maschinellem Sehen befasst, allgemein bekannt und wird häufig zitiert. Diese Publikation brachte das Konzept der Submodularität in die Computer Vision, welche die Voraussetzungen für die Verwendung von Graph Cuts charakterisiert. Graph cuts werden verwendet, um verschiedenste Probleme des maschinellen Sehens effizient zu lösen, insbesondere solche, die als Energie-Minimierung formuliert werden können. Ein interaktiver Bildsegmentierungs-Algorithmus, der auf Graph Cuts basiert, das sogenannte „Grabcut“, ist integriert in Microsoft 2010. Grabcut verwendet Graph Cuts um Bilder in Vorder- und Hintergrund zu teilen und benötigt dabei minimalen Input durch den Benutzer, der nur ein Rechteck um das Objekt von Interesse zieht.



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