5. Dezember 2013

Schrödinger-Preis an Nick Barton

ÖAW ehrt mit Barton “weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der evolutionären Populationsgenetik”

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften verleiht am 13. Dezember den Erwin Schrödinger-Preis 2013 an Nick Barton. Der Professor am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) wird damit für seine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der evolutionären Populationsgenetik ausgezeichnet. Die ÖAW ehre damit Barton als “weltweit führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet.” Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Evolution von Populationen, die räumlich strukturiert und der natürlichen Selektion auf der Ebene der Gene ausgesetzt sind. Sein Forschungsinteresse konzentriert sich dabei auf  Hybridzonen, also Regionen, in denen sich die Verbreitungsgebiete von zwei verwandten Populationen, die sich nach geographischer Isolation auseinanderentwickelt haben, überlappen, sodass diese wieder miteinander in Kontakt kommen und sich kreuzen. Nick Barton hat mit seinen Forschungen wesentlich zu dem Wissen darüber beigetragen, wie sich Arten anpassen und wie sich in neue Arten aufteilen. In den letzten Jahren rückte die Analyse der Wechselwirkungen zwischen vielen Genen auf Basis von genomischen Daten ins Zentrum seiner Forschungstätigkeit.

Der Erwin Schrödinger-Preis in Höhe von 15.000,- Euro wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die in Österreich wirken und hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse im weitesten Sinne vertretenen Fächern vollbracht haben.

Barton ist seit 2008 am IST Austria und damit der erste Professor an dem Forschungsinstitut. Er wurde unter anderem 2009 mit einem ERC Grant und der Darwin-Wallace Medal ausgezeichnet. Im September dieses Jahres wurde Barton mit der Mendel Medaille der Leopoldina, Deutschlands Nationaler Akademie der Wissenschaften, geehrt.



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