18. Mai 2016

Laszlo Erdös wird Auslandsmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

Ungarische Akademie der Wissenschaften ernennt IST Austria-Professor zum Auslandsmitglied

IST Austria Professor Laszlo Erdös

IST Austria-Professor Laszlo Erdös wurde zum Auslandsmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Bei der letzten, alle drei Jahre stattfindenden Mitgliederwahl wurde er zum Mitglied der mathematischen Klasse ernannt. Die akademische Versammlung nahm insgesamt 80 neue Mitglieder auf, darunter 31 Voll- und 26 korrespondierende sowie 23 Auslandsmitglieder. Derzeit zählt die Ungarische Akademie der Wissenschaften 200 Auslandsmitglieder in elf Klassen.

Die Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Magyar Tudományos Akadémia, MTA) ist die älteste wissenschaftliche Institution in Ungarn. Die von Graf István Széchenyi 1825 gegründete MTA ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die aus WissenschaftlerInnen und Gelehrten mit einem in Ungarn erworbenen oder anerkannten Abschluss besteht. Als Rechtsträger mit eigenem Recht verfolgt die MTA das Ziel, Wissenschaft in Ungarn zu betreiben, zu unterstützen, zu beaufsichtigen und öffentlich darzustellen.

Laszlo Erdös, geboren 1966, studierte Mathematik an der Loránd Eötvös-Universität in Budapest und promovierte 1994 bei Elliott H. Lieb an der Princeton University. Nachdem er als Nachwuchsforscher an der ETH Zürich und am Courant Institute (NYU) gearbeitet hatte, verbrachte er fünf Jahre am Georgia Institute of Technology. Im Jahr 2003 wurde Erdös an die Ludwig-Maximilians-Universität München berufen und wechselte 2013 an das IST Austria.

Erdös forscht auf dem Gebiet der mathematischen Analyse und der Wahrscheinlichkeitstheorie mit einem Schwerpunkt auf physikalische Fragestellungen. Seine frühe Arbeit konzentrierte sich auf das Gebiet der Quantenmechanik. In den letzten Jahren verlagerte sich sein Interesse auf Fragen zu ungeordneten Systemen, insbesondere zur spektralen Universalität von großen Zufallsmatrizen. Vor kurzem löste er zwei seit langem bestehende Probleme im Zusammenhang mit der Wigner-Dyson-Mehta-Vermutung in der Zufallsmatrizentheorie.



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