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30. Januar 2026

Auszeichnungen für ISTA-Forschende 2025

Breit verteilte Ehrungen unterstreichen institutionelle Exzellenz

Forscher:innen des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) erhielten im Jahr 2025 eine Vielzahl renommierter Auszeichnungen. Diese umfassten die führenden Förderprogramme des Europäischen Forschungsrats sowie Preise und Mitgliedschaften in bedeutenden wissenschaftlichen Gesellschaften – allesamt ein Spiegelbild der Breite und Tiefe der Grundlagenforschung am ISTA.

Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats

Vier ISTA-Professoren erhielten die begehrten ERC Advanced Grants und sicherten sich damit insgesamt mehr als 10 Millionen Euro für ambitionierte, langfristige Projekte in den Bereichen Bildgebung für das Gehirn, Neurowissenschaften, Astrophysik und Mathematik.

Der Biophysiker Johann Danzl erhielt 2,8 Millionen Euro für ein Projekt zur Verbesserung der Bildgebung von Hirngewebe mit einer neuen Methode namens MOLCONN. Der Ansatz kombiniert detaillierte Darstellungen der Verbindungen zwischen Gehirnzellen mit Informationen über die Moleküle in und um diese Zellen herum, um zu klären, wie die Struktur des Gehirns mit seiner Funktion zusammenhängt.

Peter Jonas, Magdalena Walz Professor for Life Sciences, erhielt 2,5 Millionen Euro für das Projekt CA3-SYNGRAM. Dieses zielt darauf ab, besser zu verstehen, wie das Gehirn Informationen speichert und abruft. Es nutzt eine Bandbreite an Techniken, um die subtilen Veränderungen in den Gehirnzellen und Verbindungen zu untersuchen, die bei der Entstehung von Erinnerungen auftreten.

Der Astrophysiker Zoltan Haiman erhielt 2,6 Millionen Euro für das Projekt Bright BHBs. Darin untersucht sein Team das Spiralen und Verschmelzen von schwarzen Löchern, einschließlich der erzeugten Strahlung und Gravitationswellen.

Der Mathematiker Tamás Hausel erhielt 2,5 Millionen Euro für das Projekt ViaFiPoS. Er und sein Team möchten damit die Lücke zwischen mathematischen Bereichen schließen, die sich oft isoliert voneinander entwickeln.

ERC Consolidator Grants

Zwei Physiker des ISTA, die Professoren Edouard Hannezo und Maksym Serbyn, erhielten jeweils ERC Consolidator Grants in Höhe von 2 Millionen Euro.

Die Förderung für Hannezo unterstützt das Projekt REFINE, das anhand theoretischer Modelle untersucht, wie Zellkräfte, biologische Signale und die geometrischen Beschränkungen der Embryonalentwicklung zusammenwirken.

Serbyns Grant finanziert das Projekt QMbeyondU. Es soll neue Quantenphänomene aufdecken und die Kontrolle über interagierende Quantensysteme zu verbessern.

ERC Starting Grants

Die Assistenzprofessorinnen Amelia Douglass und Ylva Götberg erhielten ERC Starting Grants, mit denen herausragende Wissenschafter:innen zu Beginn ihrer Karriere mit jeweils 1,5 Millionen Euro gefördert werden.

Die Neurowissenschafterin Douglass wird die Mittel für das Projekt HypoAdapt verwenden. Darin untersucht sie, wie Tiere auf Umgebungsreize wie angreifende Raubtiere, warme oder kalte Temperaturen oder Krankheitserreger reagieren.

Die Astrophysikerin Götberg wird ihre Förderung für das Projekt 2SStars verwenden, das sich mit der Erforschung neuer Arten von Sternen befasst. Bis zur Bestätigung der Existenz dieser Sterne durch Götberg und ihre Kolleg:innen im Jahr 2023 existierten sie nur in der Theorie.

ERC Proof of Concept Grant

Professor Johannes Fink erhielt einen ERC Proof of Concept Grant in Höhe von 150.000 Euro zur Unterstützung der Kommerzialisierung einer von ihm und seiner Gruppe entwickelten Technologie, die eine Schlüsselrolle in einem optikbasierten Quanteninternet spielen könnte.

Internationale Anerkennung

Professor László Erdős erhielt den Leroy P. Steele-Preis 2026 der American Mathematical Society für bahnbrechende Beiträge zur Forschung (bekannt gegeben im Dezember 2025). 

Erdős wurde zusammen mit Benjamin Schlein (Universität Zürich) und Horng-Tzer Yau (Harvard University) für eine Reihe von drei gemeinsamen Veröffentlichungen geehrt. Der mit 5.000 Dollar dotierte Preis wird jedes Jahr für Arbeiten verliehen, die in ihrem Fachgebiet von grundlegender oder bleibender Bedeutung sind oder herausragende Forschung verkörpern.

Assistenzprofessor Scott Waitukaitis wurde mit dem Early Career Award 2026 der American Physical Society für seine Forschung im Bereich der weichen Materie ausgezeichnet. Die im November 2005 bekannt gegebene Auszeichnung in Höhe von 5.000 US-Dollar würdigt seine Arbeit, mit der er „das zentrale Rätsel der Kontaktelektrifizierung gelöst und durch elegante und durchdachte Experimente komplexe Probleme […] auf anschauliche und präzise Weise beleuchtet hat“.

Assistenzprofessor Bart Pieber wurde von der Dr. Otto Röhm Gedächtnisstiftung geehrt.

Österreichische Anerkennung

Professorin Sandra Siegert erhielt im Rahmen des jährlichen Wissenschaftspreises des Landes Niederösterreich einen mit 6.000 Euro dotierten Anerkennungspreis für ihre international veröffentlichte Forschung darüber, wie Mikroglia mit Neuronen interagieren, um die Gehirnfunktion zu beeinflussen. Diese Arbeit führte zu einer Patentanmeldung und zur Gründung des Start-ups Syntropic Medical GmbH.

Mitgliedschaften und Stipendien

Die Professor:innen Edouard Hannezo und Gaia Novarino wurden in Anerkennung ihrer international führenden Forschung in die European Molecular Biology Organization (EMBO) gewählt. Novarino untersucht die Gene, die hinter vererbten neurologischen Entwicklungsstörungen wie Epilepsie und Autismus stehen. Hannezos Forschung befasst sich mit den physikalischen Prinzipien biologischer Systeme, um besser zu erklären, wie Selbstorganisation während der Embryonalentwicklung entsteht.

Weitere Informationen: EMBO nimmt Gaia Novarino & Edouard Hannezo auf

Assistenzprofessorin Lora Sweeney wurde für ihre Arbeit in der Entwicklungsbiologie mit Xenopus-Fröschen als EMBO Young Investigator (2026 – 2029) ausgewählt.

Weitere Auszeichnungen für Forschende am ISTA finden Sie hier.



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